Handyhase
Handyhase.de
Folge dem Hasen!
WhatsApp
Newsletter
Facebook
Twitter
Instagram

Die neue eSIM Karte (embedded SIM) löst die alte SIM-Karte ab – das ändert sich für Dich!

Die eSIM Karte (embedded SIM) ist noch kleiner als das Nano-SIM-Format und muss nicht mehr in das Gerät eingesetzt werden, sondern ist dort fest verbaut. Im Prinzip ist es nur ein zusätzlicher kleiner Chip, auf den sich die Anbieter-Daten für Telefon, SMS, Datennutzung und weitere Daten speichern lassen. In unserem Ratgeber erfährst Du, wer die eSIM hat, welche Geräte damit funktionieren und welche eSIM-Tarife es bei der Telekom, Vodafone und o2 gibt!

Was vor einigen Jahren noch Zukunftsmusik wahr, soll schon bald Alltag werden: die neue eSIM als Ersatz für in die Jahre gekommene aktuell übliche Nano- und Micro-SIM-Karten.

eSIM, Vodafone, Telekom, o2, welche Handys mit eSIM

Unterschiede zwischen einer herkömmlichen SIM-Karte und der eSIM

Im Alltag wirst Du von einigen Vorzügen der eSIM profitieren können.

  • Schnellerer Wechsel zwischen verschiedenen Verbindungen
  • Datentarife lassen sich schneller auswechseln: Dazu ist keine neue SIM-Karte nötig, nur die Zugangsdaten von Deinem (neuen) Anbieter
  • Die eSIM kann besser in kleine Geräte (Smartwatches, Fitnessbänder, etc.) integriert werden
  • Nervige Roaming-Gebühren können durch einfachen Anbieterwechsel im Zielland vermieden werden

Mit der eSIM bist Du also erheblich flexibler und unabhängiger, da Du Dir Deinen Anbieter extrem schnell und vor allem frei aussuchen kannst!

Damit werden auch die Preise sinken: Durch die große Auswahl an Verbindungen erhältst Du von den Anbietern günstige Tarife.

Mit der eSIM wird die Verbindung in mobile Netzwerke also so unkompliziert wie nie: Tarife können damit einfach ausgesucht und sofort installiert werden.

Erste Geräte mit einer eSIM: Apple, Samsung, Google

Einige namhafte Hersteller bieten mittlerweile ihre Top-Geräte mit integrierter eSIM an.

Apple SIM: eSIM im iPhone Xs, Xs Max und Xr

Erste Geräte, die eine eSIM-ähnliche Funktion verbaut haben (parallel zu einem gewöhnlichen SIM-Karten-Slot), sind das iPad Air 2, das iPad mini 3, 4 sowie das erste iPad Pro. Apple hat diese Funktion kurzerhand unter dem Begriff Apple SIM vermarktet. Leider kann man nicht jeden Vertrag mit der Apple eSIM verwenden (t3n.de-Artikel). Wichtig zu verstehen ist dabei, dass die Apple-SIM nicht der GSMA-Standardisierung für eine eSIM entspricht und daher auch nicht als solche vermarktet werden kann.

Mit dem Apple iPhone Xs, Xs Max und Xr sind die ersten Smartphones im Handel verfügbar, die eine GSMA-konforme eSIM für Endkunden im Smartphone selbst aufwarten.

Samsung eSIM

Die Smartwatch Samsung Gear S2 Classic 3G war das erste Nicht-Apple-Gerät, dass mit einer integrierten eSIM in Deutschland erhältlich war, wenn auch Vodafone-exklusiv. Auch die beiden Nachfolge-Generationen, die Gear S3 Classic/Frontier und Galaxy Watch, unterstützen die elektronische SIM-Karte. Hier konnte die eSIM ihren Größenvorteil voll ausspielen, denn für eine gewöhnliche Nano-SIM-Karte wäre einfach kein Platz in der Smartwatch, ohne sie übergroß zu bauen. Die erste Samsung Gear S von 2015 zeigt, wie groß ein Gadget sein muss, damit eine physische Nano-SIM Platz finden kann.

Einen Test der Samsung Gear S2 mit eSIM findest Du z.B. bei ComputerBILD. Hier muss man allerdings einen eigenen Tarif für die Smartwatch buchen, was wohl die wenigsten tun werden.

Amazon eSIM: Kindle-Reihe

Was Du vielleicht nicht wusstest: Die eSIM wird schon länger erfolgreich in den 3G-fähigen Modellen der Kindle-Reihe von Amazon verwendet, wofür jedoch kein extra Tarif vom Nutzer gebucht werden muss, um den eBook Reader mobil nutzen zu können.

Google eSIM: Pixel 3 und 3 XL

Neben den iPhones 2018 sind das Google Pixel 3 und Pixel 3 XL die einzigen weiteren Smartphones, in denen eine eSIM verbaut und auch nutzbar ist.

Aktuelle Geräte mit eSIM-Unterstützung in Deutschland

  • Apple iPhone Xs / Xs Max
  • Apple iPhone Xr
  • Apple iPad Pro 2018
  • Apple Watch Series 3 LTE
  • Apple Watch Series 4 LTE
  • Google Pixel 3 / 3 XL
  • Samsung Gear S2 Classic 3G
  • Samsung Gear S3 Classic / Frontier LTE
  • Samsung Galaxy Watch LTE

Verfügbare Anbieter und Tarife für die eSIM

In Deutschland gibt es eSIM-Profile derzeit nur bei den drei großen Netzbetreibern Telekom, Vodafone und o2, sowie bei mobilcom-debitel als größten Provider. In den folgenden Tarifen ist die neue elektronische SIM-Karte buchbar:

Das ist bei der Aktivierung der eSIM zu beachten

Zu beachten ist, dass für Neukunden die Aktivierung der eSIM keine Zusatzkosten verursacht. Bestandskunden können ihre physische Haupt-SIM ebenfalls in eine eSIM umwandeln, allerdings ist dies nur bei der Telekom kostenfrei. Vodafone berechnet für den Wechsel einmalig 9,90 € – ausgenommen ist der Wechsel zur eSIM im Rahmen einer Vertragsverlängerung. mobilcom-debitel berechnet immer einmalige 25,99 €.

Weiterhin ist zu beachten, dass bei einem Geräte-Wechsel ein neues Profil bei Telekom und mobilcom-debitel benötigt wird, was bei der Telekom kostenfrei ist, während mobilcom-debitel bei jedem Gerätewechsel erneut 25,99 € für die eSIM-Aktivierung berechnet werden.

Aktivierung einer elektronischen SIM (eSIM): So gehts

Obwohl die eSIM die Nutzung vereinfachen soll, gibt es einige nicht zu verachtende Hürden. Insbesondere bei der Aktivierung von eSIM-Profilen gibt es nennenswerte Unterschiede.

  • Telekom: Scannen des QR-Codes mit der Smartphone-Kamera, anschließende Installation des Profils und sofortige Nutzbarkeit. Der QR-Code kann nur ein einziges Mal zur Aktivierung genutzt werden. Bei einem Geräte-Wechsel und nach einem Werksreset ist ein neu generierter QR-Code notwendig.
  • Vodafone: Scannen des QR-Codes mit der Smartphone-Kamera und anschließende Bestätigung mit einer sechsstelligen PIN. Der QR-Code selbst ist mehrfach verwendbar, muss jedes Mal mit der PIN authentifiziert werden.
  • Telefónica o2: Sobald eine aktivierte MultiSIM vorhanden ist, kann diese über „Mein o2“ respektive die „Mein o2“-App in eine eSIM umgewandelt und aktiviert werden. Die Installation des eSIM-Profils erfolgt anschließend über die der eSIM zugeordneten IMSI-Nummer auf dem Gerät und ist mehrfach nutzbar.
    • Blau: Die Aktivierung der eSIM erfolg über das Kundenportal oder die Smartphone-App und der Download des eSIM-Profils anschließend über die zugeordnete IMSI-Nummer auf dem Gerät.
    • Ay Yildiz: Die Aktivierung der eSIM erfolgt über das Kundenportal oder die Smartphone-App und der Download des eSIM-Profils anschließend über die zugeordnete IMSI-Nummer auf dem Gerät.
  • mobilcom-debitel: Scannen des QR-Codes mit der Smartphone-Kamera und anschließender Download des eSIM-Profils auf das Gerät.
Wichtig
Bei mobilcom-debitel ist die Nutzung der Apple Watch mit eSIM zum Surfen und Telefonieren nur im Telekom-Netz möglich!

Kritikpunkte an der eSIM

Für uns ist das eine Selbstverständlichkeit: Wenn ein Smartphone nicht gerade über einen Net- oder SIM-Lock verfügt (was nur noch selten vorkommt), dann kann man jede beliebige SIM-Karte damit verwenden. Du kannst z.B. problemlos im Ausland eine Prepaid-Karte kaufen und sie mit dem eigenen Smartphone verwenden.

Mit der eSIM könnte diese Freiheit allerdings verloren gehen, denn dann hätte der Hersteller des Smartphones die Kontrolle darüber, welche Tarife genutzt werden. Bestes Beispiel ist Apple und die Deutsche Telekom, deren Apple SIM in iPad und Apple Watch LTE beispielsweise derzeit in Deutschland nur mit der Telekom nutzbar sind.

Im Ausland werden zudem nicht alle Anbieter unterstützt, was die vielgepriesene Anbieterneutralität erheblich einschränkt. Bei Vodafone wird zumindest darüber diskutiert, in wie fern die Smartwatch von Apple unterstützt werden kann. Denn der Hersteller des jeweiligen Gerätes kontrolliert letztendlich die Software und könnte damit die Tarifwahl einschränken – siehe Telekom und Apple SIM. Mehr Infos zur Thematik findest Du auch in diesem Artikel von t3n.

Momentan ist es freilich noch völlig unklar in welche Richtung die Entwicklung gehen wird. Eins ist sicher: Die Netzbetreiber und Provider werden weiterhin versuchen möglichst viele feste Laufzeitverträge an den Kunden und die Kundin zu bringen.

Pro eSIM

  • Programmierbar per QR-Code
  • Einfacher Wechsel des Netzbetreibers, ohne die SIM physisch wechseln zu müssen
  • Mit 6 x 5 x 1 Millimeter enorm platzsparend
  • Ideal für Internet-of-Things-Geräte in den NarrowBand-IoT-Netzen von Telekom und Vodafone

Kontra eSIM

  • Potenziell restriktive Software durch den Geräte-Hersteller
  • Kaum Unterstützung durch Netzbetreiber in Deutschland
  • Keine Dual-SIM-Nutzung möglich – immer nur ein Tarif auf der eSIM aktiv
  • Datenschutzbedenken durch Wegfall einer physischen Gebundenheit der Nutzerdaten

Auf der Suche nach einem richtig guten Handyvertrag? Dann haben wir für Dich die besten Handytarife und günstige Handyverträge in der Übersicht!

 



Hiermit akzeptiere ich, dass obige Daten gespeichert werden, um mich über Antworten auf meinen Kommentar zu informieren.
Weiterhin erkläre ich mich damit einverstanden, dass obige Daten und meine IP-Adresse zum Zweck der Spamvermeidung durch den Dienstleister Akismet in den USA überprüft und gespeichert werden.
Außerdem wird meine E-Mail-Adresse an Gravatar gesendet um zu prüfen ob ich dort ein hinterlegtes Profilbild habe.
Weitere Informationen in der Datenschutzerklärung. *

* erforderlich